Strategieziel Kompetente und engagierte Mitarbeiter

Das zweite Ziel unserer Personalstrategie besteht in der Förderung kompetenter und engagierter Mitarbeiter. Engagement – das heißt für uns zuerst einmal, sich aktiv an der Wertschöpfung zu beteiligen, mit zu denken und mit zu machen, aber auch, mit Veränderungen souverän umzugehen und selbst Prozessverbesserungen zu initiieren. Es heißt zudem, über den eigenen Tellerrand zu gucken und sich für die Belange der Gesellschaft oder der Umwelt einzusetzen.

Engagement „on the job“

Wir legen großen Wert darauf, dass sich unsere Mitarbeiter im Arbeitsprozess engagieren und sich dort mit großer Fachkompetenz sowie mit Teamgeist und Leistungsbereitschaft einbringen. Wir investieren in unsere Beschäftigten, fördern ein gutes Arbeitsklima und bieten ihnen attraktive Entwicklungsmöglichkeiten. Dazu gehört auch, dass Meinungen, Einschätzungen und Kritik von Mitarbeitern Gehör finden und wir sie bei der Verbesserung von Prozessen und der Sicherung von Qualität aktiv einbinden. Ein Instrument, das wir hierfür konzernweit anwenden, ist das Stimmungsbarometer . Wir erheben mit dieser konzernweit einheitlichen Mitarbeiterbefragung regelmäßig die Zufriedenheit der Beschäftigten und überprüfen mit ihr im Rahmen unserer Strategie auch unsere Attraktivität als Arbeitgeber. Zudem dient das Stimmungsbarometer der systematischen Identifizierung von Verbesserungspotenzialen und orientiert Führungskräfte über Handlungsbedarfe in ihren Organisationseinheiten. Im Jahr 2016 haben wir das Stimmungsbarometer in einer überarbeiteten Form und unter Berücksichtigung weiterer Fragen an die Mitarbeiter durchgeführt. Neue Tools unterstützen nun Vorgesetzte und Mitarbeiter systematisch beim Besprechen der Ergebnisse. Die Befragung 2016 erfasste 172 Standorte und Gesellschaften in 45 Ländern. Von über 540.000 Mitarbeitern in den an das Stimmungsbarometer angebundenen Konzerneinheiten beteiligten sich rund 440.000; das entspricht einer Quote von 81 %. Der Stimmungsindex – eine wesentliche Kenngröße des Stimmungsbarometers – lag 2016 bei 78 von 100 möglichen Indexpunkten.

Auch bei der stetigen Verbesserung unserer Produktionssysteme setzen wir auf Beteiligung. Alle Fahrzeug-Marken des Konzerns verfügen über einheitliche Produktionssysteme, die unter Einbeziehung unserer Mitarbeiter permanent weiterentwickelt werden. Auf Basis von vier Betriebsvereinbarungen zum sogenannten Volkswagen Weg beteiligt sich die Belegschaft der Marke Volkswagen bereits seit 2007 an der Verbesserung von Arbeitsorganisation und Effizienz im Unternehmen. Dies erfolgt auf Grundlage einer Vielzahl von Instrumenten und Methoden, die darauf abzielen, Prozesse und Strukturen in Bezug auf Produktivität, Qualität sowie Ergonomie, Führung und Zusammenarbeit ständig weiterzuentwickeln. Durch die „Train the Trainer“-Methode qualifizieren der Konzern und die Marken die Standorte nach und nach. Die Begleitung der Teilnehmer dieses Piloten findet zu Beginn durch einen Trainer des Konzerns statt. Durch die gemeinsame Qualifizierung von Teamsprechern und Meistern wächst das gegenseitige Verständnis für die Rolle des anderen und bringt alle auf einen einheitlichen Kenntnisstand.

Dieses Engagement ist nicht nur auf die deutschen Standorte beschränkt. 2016 wurde z.B. mit dem „Team-KVP“ ein neues Instrument im Rahmen des Konzern-Produktionssystems bei SEAT Componentes am Standort El Prat in Spanien erprobt. Der „Team-KVP“ legt den Fokus auf die Eliminierung von Verschwendungen im Prozess. Von der Organisation des Arbeitsplatzes über die Standardisierung von Arbeitsabläufen bis hin zum Erkennen von Abweichungen und zur Lösung des Problems, findet alles auf dem Shopfloor statt. Innerhalb des „Team-KVP“-Kreislaufs kommen unterschiedlichste Methodenbausteine des Konzern Produktionssystems zum Einsatz.

Eine weitere wichtige Einrichtung im Zusammenhang mit der Förderung des Engagements unserer Mitarbeiter ist das Ideenmanagement. Mit ihrer Kreativität, ihrem Wissen und ihrer Initiative übernehmen diese im Rahmen des Ideenmanagements Verantwortung für die Verbesserung der Prozesse und Produkte. Im Ideenmanagement wurden 2016 mehr als 580.000  Ideen eingereicht und für das Unternehmen Einsparungen von circa 435 Mio. € erzielt. Das Ideenmanagement ist ein wichtiges Führungs- und Motivationsinstrument für betriebliche Vorgesetzte. Darüber hinaus trägt es dazu bei, die Arbeit bei Volkswagen sicherer und ergonomischer zu machen und die Ziele zur Reduzierung von Energie- und Wasserverbrauch, Abfallaufkommen, Lösemittel- sowie CO2-Emissionen zu erreichen.

Ideenmanagement im Volkswagen Konzern*

  2016 2015
Eingereichte Verbesserungsideen 583.017 536.081
Umgesetzte Verbesserungsideen 482.453 360.454
Einsparungen in Mio. € 435,6 374,9
Prämien in Mio. € 40,0 38,7
  
* 46 teilnehmende Produktionsstandorte, Ergebnisse gemäß der jeweiligen gültigen Regelungen

Einsatz für die Gesellschaft

Volkswagen hat eine lange Tradition des sozialen Engagements – auch auf internationaler Ebene. Neben der Förderung von Zukunfts-, Bildungs- und Sozialprojekten an vielen unserer Standorte sind wir in zahlreichen Regionen ein wirtschaftlicher Impulsgeber, der vor Ort zur Stärkung von Bildung, Kultur und Zivilgesellschaft, aber auch zum Ausbau der Infrastruktur im Sinne nachhaltiger Entwicklung beiträgt. 

Im Berichtsjahr haben wir uns weltweit in rund 200 Projekten nachhaltig zur Verbesserung von wirtschaftlichen und sozialen Strukturen engagiert. Zusätzlich leisten wir auch ad-hoc-Hilfe, etwa bei Naturkatastrophen. Mit unserem Engagement und der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren aus Politik und Zivilgesellschaft unterstreichen wir in unserer täglichen Arbeit den Stellenwert, den die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen für uns haben. 

Ein Beispiel für gelebte Corporate Regional Responsibility ist die Wolfsburg AG, eine Public-Private-Partnership der Volkswagen AG und der Stadt Wolfsburg. Am Konzernhauptsitz fördert das Unternehmen Gründungen und Ansiedlungen, etabliert gemeinsam mit zahlreichen Partnern Wissensnetzwerke, unterstützt wissenschaftliche und kommunale Einrichtungen. Im Mittelpunkt stehen die Themenfelder Bildung, Energie, Gesundheit, Freizeit sowie die Mobilitätsbranche, das am Standort traditionell stärkste Kompetenzfeld. Zukunftsweisende Lösungen für Fragen der Beschäftigung und Lebensqualität setzt die Wolfsburg AG in der gesamten Region Südostniedersachsen in Kooperation mit der Allianz für die Region GmbH um.

Einen weiteren wichtigen Eckpfeiler des nachhaltigen Engagements bilden die Spenden des Unternehmens. Weltweit unterstützen wir zahlreiche gesellschaftliche Initiativen und karikative Vorhaben. Die gültigen Grundsätze für die Vergabe von Spenden und das Eingehen von Sponsorings sind in unseren konzernweit geltenden Verhaltensgrundsätzen geregelt. Danach gewähren wir Geld- und Sachspenden für Aktivitäten und Projekte mit den Schwerpunkten Wissenschaft und Bildung, Kultur und Sport sowie soziale Anliegen. Sie werden nur an Einrichtungen vergeben, die als gemeinnützig anerkannt oder durch besondere Regelungen zur Annahme von Spenden befugt sind. An Parteien, parteinahe Stiftungen und Personen aus der Politik spendet Volkswagen nicht. Insgesamt spendete die Volkswagen AG im Berichtsjahr 33,2 Mio. €.

Hinzu kommen die Spenden, die von unseren Mitarbeitern aufgebracht werden. Mit der so genannten Belegschaftsspende unterstützen Mitarbeiter und Unternehmen benachteiligte Menschen an den Standorten der Volkswagen AG. Allein die Mitarbeiter am Standort Wolfsburg haben 2016 mehr als 450.000 € gespendet. Einer der Empfänger des Geldes war zum Beispiel der gemeinnützige Verein „Wolfsburger für Wolfsburg“. Dieser finanziert unter anderem Naturerlebnistage für Kinder und Jugendliche, die auf der psychosomatischen „Regenbogenstation“ der Wolfsburger Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Behandlung sind.

Das Projekt „Eine Stunde für die Zukunft“, in dem Mitarbeiter von Volkswagen und Audi zugunsten von Straßenkindern in Not einmal im Jahr auf einen Stundenlohn verzichten, hilft vielen Menschen. Seit Sommer 2003 ist außerdem die Sammlung von „Rest-Cents“ Teil der Initiative: Die Beschäftigten von nationalen und internationalen Volkswagen Gesellschaften spenden monatlich die „Rest-Cents“, die auf der Gehaltsabrechnung hinter dem Komma stehen, an „Eine Stunde für die Zukunft“. Eingesetzt wird das gesammelte Geld für insgesamt 140 Projekte in sieben Ländern der Welt.

Ebenfalls auf eine Initiative der Belegschaft geht der Verkauf nachhaltig hergestellter und fair gehandelter Produkte in unserer Betriebsgastronomie zurück. Bereits seit 1999 fördert diese den Verkauf von Produkten mit dem „TransFair“-Siegel. Damit hilft Volkswagen den Produzenten in Entwicklungsländern, sozial nachhaltige Betriebe aufzubauen. Im Jahr 2016 stieg unser Jahresverbrauch von fair gehandeltem Kaffee um 30 % auf 103 Tonnen. Zusätzlich wurde 2016 ein fair gehandelter Orangensaft in das Sortiment aufgenommen. Bereits seit 2014 wird in der Volkswagen Gastronomie außerdem mit drei fair gehandelten Reissorten gekocht.

Immer wichtiger für unsere sozialen Aktivitäten wird die im Jahr 2011 gegründete Volkswagen Belegschaftsstiftung. Zweck der gemeinnützigen Stiftung sind die Förderung der Aus-, Fort- und Berufsbildung sowie Beiträge zu Erziehung und Jugendhilfe, insbesondere durch Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen – unabhängig von deren Herkunft, Abstammung und Religion. Die Stiftung konzentriert ihre Tätigkeit auf das Umfeld der weltweiten Standorte des Volkswagen Konzerns. Zur Umsetzung der Projekte kooperiert sie mit dem Kinderhilfswerk „terre des hommes“. Seit 2011 hat die Volkswagen Belegschaftsstiftung mehr als 20 Projekte im In- und Ausland ins Leben gerufen beziehungsweise gefördert. So unterstützt die Volkswagen Belegschaftsstiftung den Neubau des Kinderhauses in Neindorf bei Wolfsburg und den Umbau des Nebengebäudes „Alte Schule“ zu einem vielseitig nutzbaren Bewegungs- und Lernzentrum. Damit wird die ganzheitliche Förderung von Kindern im Bereich der Psychomotorik und Erlebnispädagogik ermöglicht. Projektpartner ist die Diakonie Wolfsburg, die das einzige Kinderhaus im Umkreis von 100 Kilometern betreibt. Darüber hinaus unterstützt die Volkswagen Belegschaftsstiftung zwei Projekte der Stadt Wolfsburg für die Integration der in Wolfsburg lebenden Flüchtlinge. Beide Projekte sind auf Flüchtlingskinder und junge Erwachsene im Alter von 11 bis 22 Jahren ausgelegt. Das Projekt „Alphabetisierungsgruppen“ bietet Sprachlernförderkurse unter Einbeziehung der Eltern an. Um den Kindern den Einstieg in den Regelunterricht der Schulzentren zu erleichtern, ermöglicht die Stadt Wolfsburg mit dem Projekt „Step by Step“ den Flüchtlingskindern ein dreimonatiges intensives Integrationsprogramm.

Neben diesen institutionell durch Volkswagen oder den Volkswagen Betriebsrat vorangetriebenen Projekten ermutigen wir unsere Mitarbeiter auch individuell, sich in ihrer Freizeit in der lokalen Zivilgesellschaft ehrenamtlich zu organisieren. Durch die im Personalwesen verankerte Geschäftsstelle von „Volkswagen pro Ehrenamt“ werden ehrenamtliche Aktivitäten gebündelt und gezielt unterstützt. Mitarbeiter, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren wollen, können sich bei „pro Ehrenamt“ melden. Mit Hilfe einer Datenbank kann dort ein passendes Projekt ausgesucht werden, das der Mitarbeiter zukünftig unterstützen möchte. Seit 2007 wurden bereits rund 2.600 Interessenten über eine Ehrenamtsbörse in passende Aufgaben vermittelt.

Für Volkswagen Mitarbeiter, die für die Zeit nach ihrer aktiven Laufbahn eine neue Herausforderung suchen, bieten wir über den konzerninternen Senior-Experten-Einsatz die Möglichkeit, regional oder weltweit aktiv zu werden – als Know-how-Träger innerhalb des Unternehmens oder als ehrenamtlicher Unterstützer in externen Organisationen. In 2016 haben rund 135 Senior-Experten in Projekten ihrer Wahl ihr gesammeltes Fachwissen einbringen können und einen wertvollen Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen gefördert. 28 Fachabteilungen und mehr als 20 Volkswagen Standorte weltweit haben im Berichtsjahr davon profitiert.

Systematische Kompetenzentwicklung

Ebenso großes Augenmerk wie auf das Engagement legen wir auf die Förderung der Kompetenz. Volkswagen hat ein hoch differenziertes Aus- und Weiterbildungssystem, das zudem eng mit öffentlichen Ausbildungsinstitutionen wie Berufs- und Hochschulen rund um die Welt verwoben ist. Die Qualifizierung von Mitarbeitern ist bei Volkswagen grundsätzlich an den so genannten Berufsfamilien ausgerichtet. Zu einer Berufsfamilie gehören alle Mitarbeiter, die ihre Tätigkeit auf Basis einer gemeinsamen Fachlichkeit ausüben und dafür verwandte Kompetenzen benötigen. Die fachlichen und überfachlichen Kompetenzen für die jeweilige Tätigkeit sind in den Kompetenzprofilen festgeschrieben. Den Mitarbeitern steht ein breites Qualifizierungsangebot zur Verfügung. Es ermöglicht ihnen, sich ein Berufsleben lang weiterzuentwickeln und ihr Wissen stetig zu erweitern. Dabei lernen sie auch von erfahreneren Kollegen, die als Experten in den Berufsfamilienakademien – den Lernorten der Berufsfamilien – ihr Wissen an andere weitergeben. 

Das System der Berufsfamilienakademien bauen wir konsequent weiter aus. Im Berichtsjahr wurde die Governance Academy gegründet sowie die Gründung der Akademie der Technischen Entwicklung in der mit dem Betriebsrat getroffenen Vereinbarung „Zukunftspakt“ verankert. Die Mitarbeiter der neuen Baureihenorganisation werden von der bereits bestehenden Produktakademie betreut. Kompetenzaufbau und Qualifizierung werden ab 2017 für alle Berufsfamilien bei Volkswagen marken- und standortübergreifend von einer der dann insgesamt 15 Akademien begleitet.

Berufsausbildung nach dem dualen Prinzip

Die duale Berufsausbildung mit ihren hohen Kompetenz- und Qualitätsansprüchen und ihrer engen Verzahnung von Theorie und Praxis schafft die Grundlagen für hohe Fachlichkeit und exzellente Leistungen. Wie bei der Mitarbeiterqualifikation richten sich auch hier die Ausbildungsinhalte nach den Kompetenzanforderungen der Berufsfamilien. Volkswagen hat das duale Prinzip an zahlreichen internationalen Konzernstandorten eingeführt und treibt die Verankerung der dualen Berufsausbildung als Grundprinzip der Facharbeiter-Qualifizierung weiter voran. So schloss beispielsweise 2016 erstmals ein Auszubildendenjahrgang bei Volkswagen do Brasil die Mechatroniker-Ausbildung mit einer Prüfung nach deutschem IHK-Standard ab. Bei der Planung neuer Werke wird die duale Ausbildung von Anfang an berücksichtigt. Entsprechend erlernen mehr als drei Viertel aller Auszubildenden im Konzern heute ihren Beruf nach dem dualen Prinzip. 

Zum Jahresende 2016 bildete der Volkswagen Konzern 19.490 junge Menschen in rund 60 Ausbildungsberufen und 50 dualen Studiengängen aus. Auch nach ihrer Ausbildung kümmern wir uns um die weitere Entwicklung von Berufsanfängern. Besonders talentierte junge Fachkräfte werden zum Beispiel in Talentkreisen gefördert. In diese auf zwei Jahre angelegten Entwicklungs- und Qualifizierungsprogramme werden die besten 10 % der Ausgebildeten eines Prüfungsjahrgangs der Volkswagen AG und der Volkswagen Sachsen GmbH (Standort Zwickau) aufgenommen. Im Berichtsjahr waren es 102 Fachkräfte, seit Start der Talentkreise 2008 insgesamt 851 junge Männer und Frauen, die in diese Programme aufgenommen wurden. 

Zudem haben Ausgebildete die Möglichkeit, mit dem Programm „Wanderjahre“ für zwölf Monate zu einer Konzerngesellschaft ins Ausland zu gehen. An diesem Entwicklungsprogramm nahmen im Berichtsjahr 15 Standorte des Volkswagen Konzerns in 13 Ländern teil; erstmals beteiligten sich auch Volkswagen Truck & Bus und MAN Truck & Bus Deutschland. Im Jahr 2016 traten 33 Programmteilnehmer aus Deutschland sowie 9 Teilnehmer aus 4 weiteren Ländern ihr Wanderjahr im Volkswagen Konzern in Deutschland an. 

Einmal jährlich zeichnet Volkswagen die besten Ausgebildeten im Konzern mit dem „Best Apprentice Award“ aus. 2016 konnten neun junge Frauen und 36 junge Männer von insgesamt 43 Konzernstandorten diesen Preis für ihre herausragende Leistung und Fachkompetenz entgegennehmen.

Entwicklung von Hochschulabsolventen

Volkswagen bindet seinen akademischen Nachwuchs mit einem differenzierten Konzept, das aus zwei Elementen besteht: der Studentischen Talentbank und dem Akademischen Talentpool. Mit der Studentischen Talentbank fördert Volkswagen besonders leistungsstarke Studenten im fachlichen und überfachlichen Bereich. Ziel ist es, die ehemaligen Praktikanten an das Unternehmen zu binden und optimal auf einen Berufseinstieg bei Volkswagen vorzubereiten. In den Akademischen Talentpool werden junge Potenzialträger kurz vor ihrem Studien- oder Promotionsabschluss aufgenommen. Die begabten jungen Studenten, die sich und ihr Können bereits im Rahmen eines Praktikums, einer Abschlussarbeit oder einer Promotion bei Volkswagen gezeigt haben, können so im Unternehmen sichtbar gemacht und für einen Berufseinstieg in den Fachbereichen berücksichtigt werden.

Volkswagen bietet Hochschulabsolventen und Young Professionals zudem zwei strukturierte Einstiegs- und Entwicklungsprogramme an. Beim Traineeprogramm StartUp Direct erhalten die Trainees für einen Zeitraum von zwei Jahren neben der Arbeit im eigenen Fachbereich einen Überblick über das Unternehmen und nehmen an ergänzenden Qualifizierungsmaßnahmen teil. Hochschulabsolventen mit internationaler Ausrichtung können das 18-monatige Programm StartUp Cross durchlaufen. Das Ziel des Programms ist es, das Unternehmen als „Ganzes“ kennenzulernen und ein breites Netzwerk aufzubauen. Während der Laufzeit dieses Programms lernen die Nachwuchskräfte bei Einsätzen in verschiedenen Fachbereichen Volkswagen kennen und können verschiedene inländische und ausländische Standorte der Marke Volkswagen Pkw vor Ort erleben. Beide Programme sehen ergänzend einen mehrwöchigen Einsatz in der Produktion vor. 114 Trainees wurden 2016 im Rahmen eines der beiden Programme bei Volkswagen eingestellt; davon waren rund 26 % Frauen. 

Auch an den internationalen Konzernstandorten werden, wie beispielsweise bei ŠKODA in Tschechien oder bei Scania in Schweden, Traineeprogramme angeboten. Zusätzlich bietet der Volkswagen Konzern jungen Ingenieuren aus Südeuropa, wo die Arbeitslosigkeit gerade von jungen Akademikern nach wie vor ein großes Problem darstellt, mit dem Traineeprogramm StartUp Europe bereits seit 2012 die Chance, internationale Berufserfahrung zu sammeln. Volkswagen richtet sich mit diesem Programm an Hochschulabsolventen aus Italien, Spanien und Portugal. Auf einen dreimonatigen Einsatz in einer Marke oder Gesellschaft in ihrem Heimatland folgen 21 Monate in einer deutschen Konzerngesellschaft. 

Zahlreiche Qualifizierungsangebote für Fach- und Führungskräfte

Ausgebildete Fachkräfte haben bei der Volkswagen Group Academy die Wahl aus einem breiten Spektrum von Qualifizierungsmaßnahmen – von der Weiterbildung zu allgemein für das Unternehmen relevanten fachlichen und überfachlichen Themen über die fachspezifische Qualifizierung in den Berufsfamilien bis hin zu umfassenden Personalentwicklungspro-grammen. Auch hier steht das duale Grundprinzip im Vordergrund, welches das Lernen theoretischer Inhalte mit praktischem Erfahrungswissen kombiniert. Insgesamt wurden 2016 im Volkswagen Konzern rund 106.000 Qualifizierungsmaßnahmen mit 13,3 Mio. Qualifizierungsstunden durchgeführt. Allein für die Marke Volkswagen wurden mehr als 590 Qualifizierungen und Programme neu entwickelt.

Unsere Entwicklungsprogramme und Auswahlverfahren für Führungskräfte, Meister und Manager haben wir konzernweit zu einem großen Teil vereinheitlicht. Im Berichtsjahr führte die Volkswagen Group Academy in 15 Ländern rund 615 Qualifizierungen und Assessment-Center für Führungskräfte, Meister und Manager durch.

Kompetenzentwicklung auf wissenschaftlichem Niveau

Die AutoUni als Teil der Volkswagen Group Academy stellt dem Konzern unter Einbeziehung interner Top-Experten und in Kooperation mit Hochschulen zukunftsrelevantes Wissen zur Verfügung. Ihre Veranstaltungen werden als Programme und kooperative Studienmodule im Blended-Learning-Format, das Präsenz- und Online-Inhalte kombiniert, angeboten und um Vorträge und Konferenzen ergänzt. Im Jahr 2016 standen unter anderem die Themen Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Elektromobilität, Autonomes Fahren und Industrie 4.0 sowie Arbeitsplatz der Zukunft auf dem Programm. Rund 9.200 Interessierte aus 59 Standorten nahmen an über 160 Veranstaltungen der AutoUni weltweit teil.

Die AutoUni arbeitet bei Forschungsprojekten sowie im Rahmen von Dissertationen und Abschlussarbeiten mit international renommierten Hochschulen, Instituten und Forschungszentren zusammen und bietet den Doktoranden des Konzerns eine Plattform für den Austausch sowie überfachliche Qualifizierungsangebote. Ende des Jahres 2016 forschten mehr als 400 Doktoranden in den verschiedenen deutschen Konzerngesellschaften an zukunftsorientierten, für das Unternehmen relevanten Themen.

Die AutoUni vernetzt zudem die internen Ansprechpartner für Hochschulkontakte im Konzern und erfasst die weltweiten Hochschulkooperationen: Im Berichtsjahr gab es mehr als 1.700 nationale und internationale Hochschulkooperationen mit Universitäten, Fachhochschulen und Forschungsinstituten.

Einfluss der Digitalisierung auf die Qualifizierung

Neue Technologien können das Lernen und den Kompetenztransfer sinnvoll ergänzen. Diese Erkenntnis greift die Volks­wagen Group Academy als zentraler Qualifizierungsträger im Konzern in unterschiedlichen Projekten auf. Mit dem Programm digitalXperience werden die Inhalte und Lernformen der dualen Berufsausbildung auf Möglichkeiten der Digitalisierung überprüft, um die Berufsausbildung zukunftsorientierter zu gestalten. Diese Maßnahmen werden durch eine systematische Kompetenzentwicklung bei den Lehrenden der Volks­wagen Group Academy begleitet.

Die Audi AG setzt in der Berufsausbildung in Ingolstadt und Neckarsulm sowie in den Trainingscentern Brüssel und Györ Tablet-Computer als mobile Lernbegleiter ein. Außerdem werden Trainer für die Arbeit mit Tablet-PCs geschult. In der Weiterbildung starteten bei ŠKODA im Berichtsjahr 2016 Online-Sprachtrainings für Deutsch und Englisch sowie virtuelle Klassenräume.

Bei der Neuentwicklung von Qualifizierungen wird verstärkt auf die Digitalisierung gesetzt. Konzernweite Netzwerke der Volkswagen Group Academy und der AutoUni zu den Themen Corporate Learning und Digitales Lernen unterstützen diesen Ansatz. Parallel dazu baut die Volks­wagen Group Academy ein Education Lab auf, das den Kontakt zu Bildungs-Start-ups intensivieren und die Ergebnisse der Bildungsforschung in neue Technologien übersetzen soll. Diese werden anschließend für das Lernen und den Kompetenztransfer gemeinsam mit den Lehrenden und Lernenden bei Volks­wagen erprobt.

Sämtliche dieser Maßnahmen zielen darauf ab, das hohe Kompetenzniveau und die hervorragende Fachlichkeit der Volkswagen Belegschaft an allen Standorten des Konzerns zu erhalten und weiterzuentwickeln. Wir setzen hierfür vor allem auf das Lernen und Lehren in Berufsfamilien nach dem dualen Prinzip, das eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis dauerhaft sicherstellt. Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor ist der systematische Wissenstransfer durch die eigenen Experten aller Hierarchieebenen über die Fachbereichs- und Markengrenzen hinweg.

Gesundheitsförderung und soziale Leistungen

Hohe Kompetenz und ein ausgeprägtes Engagement der Mitarbeiter adressieren die ersten beiden Dimensionen unseres Strategieziels „Engagierte und kompetente Mitarbeiter“. Neben das Wollen – durch Beteiligung – und das Dürfen – durch die richtige Befähigung – tritt allerdings eine dritte Dimension: Das Können. Und dieses setzt voraus, dass unsere Belegschaften physisch und psychisch in der Lage sind, mit den Belastungen, die sich zwangsläufig aus jeder Form von Arbeit ergeben, angemessen umzugehen. 

Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung sind damit für uns nicht nur eine selbstverständliche soziale Verpflichtung und Ausdruck unserer Unternehmenskultur, sondern auch ein immanenter Bestandteil unserer Personalstrategie. Das ganzheitliche Gesundheitsmanagement bei Volkswagen geht schon heute weit über die klassische Gesundheitsvorsorge und den etablierten Arbeitsschutz hinaus und umfasst auch Aspekte der Arbeitsorganisation, der Ergonomie, der Prävention, der Integration und Rehabilitation sowie der Führungskultur.

Die medizinische Betreuung unserer Mitarbeiter erfolgt an allen Standorten unter Beachtung der jeweiligen nationalen Rechtsvorschriften und interner Regelungen sowie auf der Basis der Konzernleitlinien zum Gesundheitsschutz und zur Gesundheitsförderung. An allen Standorten ist mindestens eine medizinische Notfallversorgung gewährleistet. Zudem ist an den meisten Konzernstandorten auch eine medizinische Betreuung mit einem verantwortlichen Arzt vorhanden.

Nachhaltigkeit im Bereich Gesundheit bedeutet, dass möglichst jeder Mitarbeiter gesund in Rente gehen soll. Die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu schützen und zu fördern ist ein zentrales Unternehmensziel und ein gemeinsames Anliegen von Management und Arbeitnehmervertretung. Wir haben im Rahmen des Strategieprozesses "TOGETHER 2025" eine eigene Konzern-Initiative zur Gesundheit aufgesetzt. Diese wird in den kommenden Jahren innovative Ansätze rund um Prävention, betriebliches Gesundheitsmanagement und Ergonomie konzernweit weiter entwickeln und implementieren. Die Ziele der Initiative Gesundheit sind klar definiert: Steigerung der Lebensqualität der Beschäftigten, Verringerung von Belastungen, Vermeidung chronischer Erkrankungen und daraus letztlich resultierend auch mehr Leistungsfähigkeit und eine Senkung der Fehlzeiten. 

Weiterentwicklung der Arbeitssicherheit

Ebenso wichtig wie medizinische Prävention und Soforthilfe ist uns die kontinuierliche Weiterentwicklung der Arbeitssicherheit. Der Volkswagen Konzern hat bereits im Jahr 2004 eine weltweit gültige Arbeitsschutzpolitik verankert, die von allen Konzerngesellschaften verbindlich umzusetzen ist. Bei der Arbeitsgestaltung, dem Arbeitsschutz und der gesundheitlichen Betreuung der Mitarbeiter an unseren Auslandsstandorten legen wir weltweit die gleichen Maßstäbe an. Dabei werden die lokale medizinische Infrastruktur und die jeweiligen gesetzlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Mit konzernweiten Audits wird die Einhaltung der weltweit gültigen Standards überprüft. In diesem Zusammenhang haben wir im Jahr 2010 zusätzlich das von uns entwickelte Konzern-Arbeitsschutzmanagementsystem (KAMS) eingeführt. Auf der Grundlage dieses Systems haben alle einbezogenen Konzerngesellschaften ihre Arbeitsschutzorganisationen und -prozesse analysiert. Die Ergebnisse stehen in einem zentralen Datenbanksystem konzernweit zur Verfügung. Zur Weiterentwicklung des Informationsaustauschs wurde in den vergangenen Jahren vor allem der wechselseitige Austausch von Unfallanalysen zu schweren und tödlichen Unfällen im Konzern abgestimmt. Hierdurch können an allen Standorten gezielt Maßnahmen zur Vermeidung gleichartiger Unfälle ergriffen werden. Außerdem führt Volkswagen in Deutschland seit 2012 verpflichtende Qualifizierungsmodule zum Arbeitsschutz für alle angehenden Führungskräfte durch. In Anlehnung daran sind die Qualifizierungsbausteine für angehende Meister einheitlich und verpflichtend in die Meister-Basis-Qualifizierung integriert.

Ergonomie am Arbeitsplatz

Foto: Roboter unterstützen
Der Roboter entlastet den Menschen bei ergonomisch ungünstigen Tätigkeiten

Die ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze hat für uns eine unverändert hohe Priorität. Das Jahr 2016 stand im Fokus, die Ergonomie in der Konzern-Produktionsstrategie 2025 zu verankern. Eine markenübergreifende Ausrichtung der Ergonomie und die Nutzung von Synergieeffekten standen hierbei im Vordergrund. Einzelne Projekte zahlten bereits im Berichtsjahr auf die Umsetzung ein:

  • Gemeinsam mit den Bereichen der Technischen Entwicklung, Qualitätssicherung, Planung, Industrial Engineering und Produktion wurde 2016 ein Regelprozess zur Reduzierung des Aufwands bei Erfassung und Analyse zur Kraftmessung und zur Arbeitsplatzgestaltung entwickelt und abgestimmt. 
  • Die Erarbeitung und Abstimmung des „Weißbuchs Ergonomie“ legte eine Grundlage für die Planung von Arbeitsplätzen in der Fertigung und Logistik, mit dem Ziel, physische Belastungen auf Basis der wertschöpfungsorientierten, am Kundentakt orientierten Produktion zu reduzieren. 
  • Ein markenübergreifend entwickelter Leitfaden zur Ergonomiebewertung in der Logistik ermöglicht künftig eine transparente und reproduzierbare Belastungsanalyse für logistische Tätigkeiten. 
  • In der Marke Volkswagen wird – zur Zeit noch im Rahmen eines Pilotprojekts – mit Hilfe eines Systems zum Arbeitsplatzmanagement die individuelle gesundheitliche Leistungsfähigkeit mit den Anforderungen des Arbeitsplatzes abgeglichen. Die Mitarbeiter können so optimal nach ihren Möglichkeiten eingesetzt werden. 
  • Im Volkswagen Werk Wolfsburg arbeiten Mensch und Roboter seit Juni 2016 Hand in Hand: Seit dem wird die erste Mensch-Roboter-Kooperation (MRK) in der Serienproduktion des Golf eingesetzt. In der Triebsatzvormontage, dem Komplettieren der einzelnen Triebsatzkomponenten zu einem einbaufähigen Motor, werden die Mitarbeiter von einem Roboter unterstützt. Auch in anderen Werken des Konzerns sind bereits kooperierende Roboter im Einsatz.

Parallel dazu gewährleistet der Volkswagen Konzern bereits seit Jahren mit Verbesserungen entlang des gesamten Produktentstehungsprozesses, dass die Qualität der Arbeitsplätze und die aus der Produktionsarbeit resultierenden Belastungen für die Mitarbeiter bereits in der Phase der Planung und Konstruktion der Fahrzeugmodelle berücksichtigt werden.

Ziel der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis ist, ergonomisch moderne Arbeitsplätze und innovative Arbeitsprozesse miteinander in Einklang zu bringen. Durch den Einsatz sogenannter Ergo-Assistenten an den Produktionslinien werden Mitarbeiter direkt an ihrem Arbeitsplatz beraten und angeleitet, wie sie ihre Arbeitsabläufe ergonomischer ausführen können.

Vorsorge und Prävention

Ergonomie der Arbeitsmittel in Fabrik und Büro ist die eine Seite, wenn es um Gesundheit am Arbeitsplatz geht, die individuelle Vorsorge und Prävention die andere. Der an den deutschen Standorten flächendeckend etablierte Volkswagen Check-up trägt dazu bei, die Gesundheit, Fitness und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern. Er ist eine kostenlose und umfassende Vorsorgeuntersuchung für alle Mitarbeiter. Die Beschäftigten schätzen seine hohe diagnostische Qualität und die sich anschließenden Präventions- und Trainingsprogramme.

Auch an nahezu allen internationalen Standorten wird der Check-up inzwischen erfolgreich durchgeführt. Vorhandene Vorsorgeuntersuchungsprogramme wurden an konzernweite Standards angepasst. In vielen Fällen wird der Check-up durch länderspezifische Zusatzuntersuchungen, zum Beispiel HIV- und Tuberkulose-Tests, erweitert.

Durchführung von Checkups im Volkswagen Konzern1

  2016
Volkswagen AG Deutschland 14.323
Audi-Standorte in Deutschland, Belgien, Ungarn & Mexiko 10.648
MAN Truck & Bus in Deutschland 1.521
MAN Diesel Turbo in Deutschland & International 983
ŠKODA 14.297
SEAT 12.425
Automobili Lamborghini 130
Volkswagen of China2 44.206
Volkswagen Autoeuropa (Portugal) 2.296
Volkswagen Slovakia 2.301
Volkswagen Navarra (Spanien) 2.552
Volkswagen Group Rus, Russland 3.881
Volkswagen India2 3.448
Gesamt 113.011
  
1 Erst- und Folge-Check-ups.
2 Check-ups entsprechen zum Teil nicht vollständig dem Konzernstandard.

Maßnahmen zur Rehabilitation

Um die Eingliederung von Mitarbeitern nach einer schweren beziehungsweise längeren Erkrankung frühzeitig und arbeitsplatzbezogen zu unterstützen, bieten wir an vielen Standorten ein besonderes Rehabilitationsprogramm an. Ziel ist es, die Arbeits­ und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter innerhalb von drei bis maximal sechs Monaten wiederherzustellen.

In der Volkswagen AG werden je nach Bedarf individuell zugeschnittene Angebote in das Programm aufgenommen. Ein Beispiel ist die „JobReha“, bei der es sich um ein- bis dreiwöchige ambulante, teilstationäre oder stationäre Maßnahmen handelt, die einen Schwerpunkt im Bereich des Bewegungsapparats haben. Das „RehaFit“-Programm kommt dagegen im Rahmen der orthopädischen oder psychologischen Rehabilitation zum Tragen. Beispielhaft können auch die physiotherapeutischen Angebote und die gezielten oder allgemeinen Aufbautrainings in den werkseigenen Trainingszentren genannt werden. Auch die Hilfs- und Betreuungsangebote für Beschäftigte mit psychischen oder psychosomatischen Beeinträchtigungen werden kontinuierlich erweitert.

Betriebliche Sozialleistungen

Unser Engagement beschränkt sich aber nicht auf medizinische Hilfe im Erkrankungsfall. Die Volkswagen AG übernimmt auch Zuschüsse zu Leistungen von Sozialversicherungsträgern, zum Beispiel zum Krankengeld, und unterstützt im Todesfall eines Mitarbeiters dessen Angehörige. Zudem versichert das Unternehmen jeden Beschäftigten im Rahmen einer Kollektiv-Unfallversicherung gegen Unfälle mit Todes- oder Invaliditätsfolge. In außergewöhnlichen wirtschaftlichen Notlagen gewährt die Volkswagen AG Mitarbeitern kurzfristige Darlehen.