Kennzahlen Umwelt

Wie in den Vorjahren weisen wir auch für das Berichtsjahr 2016 wichtige Umweltkennzahlen der Produktion aus.

Ausgewählte Umweltdaten des Volkswagen Konzerns werden hier in aggregierter Form dargestellt. Die Daten werden auf Basis einer konzerninternen Norm (VW-Norm 98 000) an den Produktionsstandorten ermittelt, geprüft und freigegeben. Um den Grad der Genauigkeit und die Konsistenz der gewonnenen Informationen zu erhöhen, unterliegt die Erfassung der umweltrelevanten Verbrauchs- und Emissionsdaten einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Das gilt besonders für jene Informationen, die mit Hilfe spezieller Berechnungsalgorithmen ermittelt werden müssen. Darüber hinaus können die Werte für den Dezember des zurückliegenden Jahres einen Schätzanteil enthalten, wenn sie z. B. auf Abrechnungen von Energieversorgern oder Abfallentsorgern basieren, die zum Zeitpunkt der Datenerfassung noch nicht vorlagen. Diese Schätzanteile werden bei der nächsten Datenerhebung durch die dann bekannten Dezemberwerte ersetzt.

In Analogie zur unternehmensinternen Umweltstrategieverfolgung beziehen sich die abgebildeten Zeitreihen auf das Basisjahr 2010. Das aktuelle Berichtsjahr und das entsprechende Vorjahr vervollständigen den Berichtszeitraum.

Insgesamt werden die Umweltdaten der produzierenden Standorte im Konzern erfasst Im Datenjahr 2016 wurde die Fertigungsstandorte Września (Volkswagen Poznań Sp..z o.o.), Września (SITECH Sp. z o.o.), San José Chiapa (Audi México S.A. de C.V) und Amphur Pluakdaeng Rayong (Ducati Motor (Thailand) Co. Ltd.) in die Erfassung aufgenommen.

Wie im Geschäftsbericht von Volkswagen werden die Daten der Kategorie „Pkw und leichte Nutzfahrzeuge“ für die Jahre 2010, 2015 und 2016 ausgewiesen. Die Daten der Marken Scania AB, MAN SE, Ducati Motor Holding S.p.A. und der VW Kraftwerk GmbH werden in der Kategorie „Weitere Konzernbereiche“ berichtet. In den Grafiken sind die jeweiligen Anteile differenziert dargestellt. Wenn nicht anders ausgewiesen, sind in beiden Kategorien alle produzierenden Standorte des Konzerns sowie die von der Volkswagen AG betriebenen Kraftwerke und Heizhäuser an den Standorten Wolfsburg, Kassel und Hannover berücksichtigt.

In der Abdeckung der Daten sind 112 der 120 Konzern Produktionsstandorte enthalten. Für die sieben Regional Product Center von Scania sowie für den Standort Bangalore (MAN Turbomachinery India Pvt. Ltd) liegen keine Daten vor. Diese entsprechen ca. 0,15% der Mitarbeiter der produzierenden Standorte und haben somit keinen relevanten Einfluss auf die Kennzahlen des Konzerns.

Der Volkswagen Konzern ist im Wesentlichen ein Automobilhersteller, der Pkw und leichte Nutzfahrzeuge sowie schwere Nutzfahrzeuge und Busse produziert. In der MAN SE werden aber auch Schiffsmotoren oder Kraftwerkskomponenten gefertigt. Wegen dieser Produktvielfalt können die gesamten Umweltauswirkungen nicht pauschal auf die Fertigungsmenge der Fahrzeuge bezogen werden. Daher erfolgt die Darstellung der relativen Kennzahlen nur für die Kategorie „Pkw und leichte Nutzfahrzeuge“. Deren Produktionsmenge belief sich im Jahr 2016 auf 10.219.025 Fahrzeuge. Zusätzlich wurden 186.067 schwere Nutzfahrzeuge gefertigt.

Die sich verändernden Fertigungsmengen und die damit verbundenen Veränderungen der Auslastungen der Standorte spiegeln sich in den Veränderungen der absoluten Werte vieler Indikatoren wider. Durch effizienzsteigernde Maßnahmen konnte bei einigen Indikatoren eine Verbesserung der spezifischen Werte erreicht werden.

Relevant, aber nicht beeinflussbar, sind die witterungsbedingten Einflüsse auf den Ressourcenverbrauch. Dies betrifft vor allem den Raumwärmebedarf, sowohl für die Fertigungsstätten, als auch für die indirekten Bereiche der Fertigung, da sich die Jahresmitteltemperaturen auf die direkten Verbräuche von Energieträgern und von fremdbezogenen Energiemengen auswirken.

Auch die spezifischen Werte werden durch verschiedene Aspekte beeinflusst. Einerseits können sich die absoluten Verbräuche bzw. Emissionen verändern, andererseits beeinflussen steigende oder fallende Produktionsmengen an den einzelnen Fertigungsstandorten die Kennzahlenentwicklung.

Energieverbrauch*

in Mio. MWh/a

Grafik: Energieverbrauch in Mio. MWh/a
*Pkw & leichte Nfz und weitere Konzernbereiche.

Energieverbrauch*

in kWh/Fzg.

Grafik: Energieverbrauch in kWh/Fzg.
*Pkw & leichte Nfz.

Seit dem Jahr 2010 ist der Gesamtenergieverbrauch durch die kontinuierliche Steigerung der Produktionsmenge gestiegen.

Der Verbrauch von elektrischer Energie ist im Vergleich zum Jahr 2010 ebenfalls gestiegen. Durch effizienzsteigernde Maßnahmen konnte der elektrische Energieverbrauch pro Fahrzeug seit 2010 reduziert werden.

Der Wärmeverbrauch unterteilt sich in den Raumwärmebedarf für die Beheizung von Fertigungsstätten und deren indirekten Bereichen und in den Raumwärmebedarf, der für technische Prozesse gebraucht wird. Da die Raumwärme den größeren Anteil am Gesamtwärmebedarf hat, wird die Entwicklung des gesamten Wärmebedarfes durch den Witterungsverlauf stark beeinflusst.

Durch Maßnahmen und einen geringeren Heizbedarf konnte der spezifische Wärmeverbrauch je Fahrzeug seit 2010 reduziert werden.

Die bereits genannten Effekte durch eine kältere Witterung und eine Steigerung der Produktionsmenge führen zu einem Anstieg der absoluten Verbräuche der Brenngase für Fertigungsprozesse. Damit verbunden ist auch eine leichte Verschlechterung in dem spezifischen Wert je Fahrzeug.

Direkte CO2-Emissionen Scope 1*

in Mio. t/a

Grafik: Direkte CO2-Emissionen Scope 1 in Mio. t/a
*Pkw & leichte Nfz und weitere Konzernbereiche.

Direkte CO2-Emissionen Scope 1*

in kg/Fzg.

Grafik: Direkte CO-Emissionen Scope 1 in kg/Fzg. (Pkw & leichte Nfz)
*Pkw & leichte Nfz.

Trotz der Erfassung neuer Produktionsstandorte und des damit verbundenen erhöhten Energieverbrauchs sind die direkten CO2-Emissionen in der Kategorie Pkw und leichte Nutzfahrzeuge und im gesamten Konzern seit 2010 rückläufig.

Die direkten CO2-Emissionen sind an die Verbrennung von fossilen Energieträgern gekoppelt, deren Einsatz reduziert werden konnte. Mit der Abnahme der absoluten Emissionsmenge ist auch eine Abnahme der direkten CO2-Emissionen je Fahrzeug seit 2010 zu verzeichnen.

Nicht berücksichtigt sind die direkten CO2-Emissionen der Dienstfahrzeuge. Zurzeit wird an der weltweiten einheitlichen Erfassung der Emissionen der Dienstwagenflotte gearbeitet. Erste Berechnungen für den Bilanzraum Volkswagen Deutschland weisen auf eine Erhöhung der gesamten CO2 Emissionen von 3,4 % in dem untersuchten Bilanzraum hin.

CO2-Emissionen Scope 1 und 2*

in Mio. t/a

Grafik: CO2-Emissionen Scope 1 und 2 in Mio. t/a
*Pkw und leichte Nfz und weitere Konzernbereiche.

CO2-Emissionen Scope 1 und 2*

in kg/Fzg.

Grafik: CO2-Emissionen Scope 1 und 2 in kg/Fzg.
*Pkw und leichte Nfz.

Ab dem Jahr 2010 sind, bedingt durch die Verbrauchszunahmen bei elektrischer Energie, Wärme und Brenngasen für die Fertigung, die gesamten CO2-Emissionen gestiegen. Die CO2-Emissionen pro Fahrzeug stiegen von 2015 auf 2016 minimal an, konnten aber seit dem Jahr 2010 deutlich reduziert werden.

Über die Bewertung der Energie- und Wärmeverbräuche der Fertigungsstandorte mit geeigneten CO2-Emissionsfaktoren fließen die durch die von der Volkswagen AG betriebenen Kraftwerke und Heizhäuser erzeugten CO2-Emissionen aus der Strom- und Wärmeerzeugung für die Fertigungsstandorte der Volkswagen AG in die Gesamtmenge der CO2-Emissionen mit ein.

Als Besonderheit in der Region China werden ab 2013 auf Grund externer Vorgaben CO2-Faktoren genutzt, die den steigenden Anteil erneuerbarer Energien nicht berücksichtigen.

In den Darstellungen der CO2-Emissionen nicht enthalten sind die Emissionen, die durch die von der Volkswagen AG betriebenen Kraftwerke als Fernwärme- und Stromlieferungen an Dritte entstehen. Für das Jahr 2016 handelt es sich hierbei um 374.118 Tonnen CO2-Emissionen.

CO2-Äquivalente*

in Mio. t/a

Grafik: CO2-Äquivalente in Mio. t/a (Pkw & leichte Nfz)
*Pkw & leichte Nfz und weitere Konzernbereiche.

CO2-Äquivalente*

in kg/Fzg.

Grafik: CO2-Äquivalente in kg/Fzg. (Pkw & leichte Nfz)
*Pkw & leichte Nfz.

Die Ermittlung der CO2-Äquivalente basiert auf Berechnungen unter Zugrundelegung der spezifischen globalen Erderwärmungspotenziale für die häufigsten Kältemittel und Treibhausgase. Die Anpassung gegenüber den Vorjaherswerten erfolgt aufgrund einer Bilanzraumerweiterung. Diese Emissionen haben allerdings keinen signifikanten Einfluss auf die CO2-Emissionen des Konzerns.

Scope-3-THG-Emissionen

im Volkswagen Konzern (Pkw & leichte Nfz)

    20161 20151
Nr. Kategorie t CO2 % t CO2 %
1 Beschaffte Güter/Dienstleistungen  59.415.034 18,2 55.980.353 17,7
2 Produktionsmittel 13.767.328 4,2 13.027.840 4,1
3 Treibstoff/Energie 1.363.103 0,4 1.322.836 0,4
4 Transport/Distribution (U2,3) 3.854.829 1,2 3.854.829 1,2
5 Betriebsabfälle 2.137.095 0,7 1.996.517 0,6
6 Dienstreisen 668.894 0,2 652.320 0,2
7 Berufsverkehr 953.480 0,3 939.902 0,3
8 Gemietete Anlagen (U3) Nicht berichtet 0,0 Nicht berichtet 0,0
9 Transport/Distribution (D4) Nicht berichtet 0,0 Nicht berichtet 0,0
10 Aufbereitung Zwischenprodukte 13.000 0,004 13.000 0,004
11 Nutzungsphase (150.000 km)5  241.679.689 73,6 233.766.999 74,1
12 Verwertung2 1.606.582 0,5 1.567.437 0,5
13 Gemietete Anlagen (D4) 1.033.703 0,3 903.449 0,3
14 Franchise 1.550.000 0,5 1.550.000 0,5
15 Investitionen Nicht berichtet 0,0 Nicht berichtet 0,0
  Summe der berichteten Scope-3-Emissionen 328.408.918 100 315.575.482 100
       
1 Die Zahlen sind jeweils für sich gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen.
2 Wert gemäß CDP-Bericht 2016 – der Wert für 2016 wird für die CDP-Berichterstattung 2017 ermittelt.
3 Upstream.
4 Downstream.
5 Well-to-Wheel.

In Übereinstimmung mit den vom World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) und dem World Resources Institute veröffentlichten Scope-3-Standards berichtet Volkswagen CO2-Emissionen zu zwölf von insgesamt 15 Scope-3-Kategorien, womit wir zu den weltweit führenden Unternehmen zählen. Die Berechnungen haben ergeben, dass in den Emissionskategorien „Beschaffte Güter und Dienstleistungen“ sowie „Nutzungsphase“ ca. 92 % des gesamten Scope-3-Aufkommens entstehen. Dabei basiert die Berechnung der CO2-Emissionen in der Nutzungsphase auf einem Konzernflottenwert, der den globalen Fahrzeugbestand in den vier großen Regionen (EU28, USA, Brasilien, China) repräsentiert. Um ein möglichst vollständiges Bild zu erhalten, erfasst Volkswagen in dieser Kategorie zusätzlich auch die Emissionen, die bei der Herstellung und dem Transport der Kraftstoffe (well to tank) entstehen.

CO2-Emission*

der europäischen Pkw-Neuwagenflotte (EU 28) des Volkswagen Konzerns
in g/km

* Vorbehaltlich der offiziellen behördlichen Veröffentlichung durch die EU-Kommission („Testzyklus NEFZ“).

Die EU-Pkw-Neuwagenflotte des Volkswagen Konzerns (ohne Lamborghini und Bentley) hat im Berichtsjahr im Durchschnitt 120,4g CO2/km emittiert, damit den für 2015 gültigen europäischen Grenzwert von 130g CO2/km um 9,6g unterschritten und das selbst gesteckte Ziel von 120g nahezu erreicht. Die Marken Lamborghini und Bentley besitzen jeweils eine eigenständige Flotte im Rahmen der europäischen CO2-Gesetzgebung und haben ihre individuellen Zielwerte ebenfalls eingehalten. Der Flottenwert in den USA liegt bei 162g CO2/km, in China bei 153g CO2/km und in Brasilien bei 131g CO2/km.

VOC-Emissionen*

in t/a

Grafik: VOC-Emissionen in t/a
*Pkw & leichte Nfz und weitere Konzernbereiche.

VOC-Emissionen*

in kg/Fzg.

Grafik: VOC-Emissionen in kg/Fzg. (Pkw & leichte Nfz)
*Pkw & leichte Nfz.

Die Lackierprozesse sind die Hauptverursacher der VOC-Emissionen. In modernen Lackieranlagen kommen Lacke und Prozessmaterialien zum Einsatz, die geringere Mengen an Lösemittel enthalten. Zudem werden in den Lackierprozessen Maßnahmen ergriffen, emittierte Lösemittel aufzufangen bzw. zu eliminieren. Hierzu wird zumeist das Verfahren der thermischen Nachverbrennung der Abluft genutzt, welche dem eigentlichen Lackiervorgang nachgelagert ist. Die Ermittlung der Emissionen in die Umwelt basiert dabei sowohl auf messtechnischen Analysen als auch auf Berechnungen.

Trotz eines Anstiegs der Fahrzeugproduktion seit dem Jahr 2010 und des damit verbundenen größeren Lackiervolumens kam es zu einer Reduzierung der absoluten VOC-Emissionen. Die Emissionen pro Fahrzeug konnten deutlich reduziert werden.

Abfall zur Beseitigung1, 2

in t/a

Grafik: Abfall zur Beseitigung in t/a

Abfall zur Beseitigung3

in kg/Fzg.

Grafik: Abfall zur Beseitigung in kg/Fzg.
1 In den Säulen „Nicht gefährlicher Abfall zur Beseitigung“ sowie „Gefährlicher Abfall zur Beseitigung“ ist der Anteil weiterer Konzernbereiche gekennzeichnet, in den anderen Fraktionen ist er aufgrund des geringen Anteils nicht grafisch hervorgehoben.
2 Pkw & leichte Nfz und weitere Konzernbereiche.
3 Pkw & leichte Nfz.

Abfall zur Verwertung1, 2

in t/a

Grafik: Abfall zur Verwertung in t/a

Abfall zur Verwertung3

in kg/Fzg.

Grafik: Abfall zur Verwertung in kg/Fzg.
1 In den Säulen „Nicht gefährlicher Abfall zur Verwertung“ sowie „Gefährlicher Abfall zur Verwertung“ und „Metallische Abfälle“ ist der Anteil weiterer Konzernbereiche gekennzeichnet, in den anderen Fraktionen ist er aufgrund des geringen Anteils nicht grafisch hervorgehoben.
2 Pkw & leichte Nfz und weitere Konzernbereiche.
3 Pkw & leichte Nfz.

Bedingt durch die im Vergleich zum Jahr 2010 gestiegene Produktionsmenge in der Kategorie Pkw und leichte Nutzfahrzeuge ist auch das gesamte Abfallaufkommen der gefährlichen und der nicht gefährlichen Abfälle gestiegen. Die in der Kategorie PKW und leichte Nutzfahrzeuge enthaltenen Anteile der Abfälle zur Beseitigung konnten von ca. 34 % im Jahr 2010 auf ca. 21 % im Jahr 2016 reduziert werden. Entsprechend erhöhten sich die Anteile der Abfälle zur Verwertung von ca. 66 % im Jahr 2010 auf ca. 79 % im Jahr 2016. Die Erhöhung des Anteils der verwerteten Abfälle ist auch das Ergebnis der im Konzern etablierten Abfallstrategie, die eine höhere Verwertungsquote von Abfällen zum Ziel hat.

Die absolute Menge der metallischen „Abfälle“, die wegen ihres vollständigen Recyclings und wegen der aus ihrem Verkauf erzielten Erlöse intern als sog. „Wertstoffe“ betrachtet werden, ist in der gesamten Berichtsperiode seit 2010 gestiegen. Grund dafür war die konzernweite Produktionssteigerung. Jedoch konnten die Mengen pro Fahrzeug im Vergleich zu 2015 reduziert werden.  Unter der Betrachtung aller Abfälle, inklusive der metallischen Abfälle, liegt die Verwertungsquote bei ca. 95 %.

Im vergangenen Berichtsjahr wurden durch den Betrieb von Energieerzeugungsanlagen durch die Volkswagen Kraftwerk GmbH Kraftwerksrückstände in Höhe von ca. 145.000 Tonnen einer Verwertung zugeführt.

Frischwasser und Abwasser*

in Mio. m3/a

Grafik: Frischwasser und Abwasser in Mio. m3/a
*Pkw & leichte Nfz und weitere Konzernbereiche.

Frischwasser und Abwasser*

in m3/Fzg.

Grafik: Frischwasser und Abwasser in m3/Fzg. (Pkw & leichte Nfz)
*Pkw & leichte Nfz.

Mit der Zunahme der Anzahl gefertigter Pkw und leichter Nutzfahrzeuge ist auch der absolute Bedarf an Frischwasser in den letzten Jahren gestiegen. Diese Verbrauchszunahme ist bedingt durch die Integration neuer Standorte in das Berichtswesen. Trotz der gestiegenen Zahl der Standorte im Konzern konnte der Frischwasserverbrauch pro Fahrzeug im Berichtszeitraum seit 2010 kontinuierlich gesenkt werden. Dies wurde durch eine Vielzahl von Recyclingmaßnahmen und die Einführung von wasserarmen Fertigungsverfahren erreicht.

Die Menge des angefallenen Abwassers zeigt einen ähnlichen Verlauf wie die des Frischwassers. Durch Verdunstung in Kühltürmen und im Fertigungsprozess kommt es zu Mengendifferenzen zwischen Frisch- und Abwasser. Auch die Menge von Abwasser pro gefertigtem Pkw und leichtem Nutzfahrzeug konnte gesenkt werden.

Abwassereinleitung1, 2

in Mio. m3/a

Grafik: Abwassereinleitung in Mio. m3/a
1 Pkw & leichte Nfz.
2 Im Jahr 2010 erfolgte noch keine differenzierte Datenerfassung.

Wasserentnahme nach Quellen1, 2

in Mio. m3/a

Grafik: Wasserentnahme nach Quellen in Mio. m3/a
1 Pkw & leichte Nfz.
2 Im Jahre 2014 und 2015 Erfassung der Konzernstandorte PKW und leichte Nfz; Im Jahr 2010 lediglich Erfassung der Standorte Volkswagen AG und Volkswagen Sachsen GmbH, da noch keine differenzierte Ermittlung in allen Konzernstandorten erfolgte.

In Abhängigkeit von dem Ort der Abwasserreinigung wird zwischen Standorten unterschieden, die das Abwasser als Indirekteinleiter zur weiteren Reinigung in die kommunale Kanalisation einleiten bzw. den Standorten, die als Direkteinleiter eine eigene Abwasserbehandlung betreiben und das gereinigte Abwasser direkt in ein Gewässer einleiten.

Direkte NOx- und SO2-Emissionen*

in t/a

Grafik: Direkte NOx- und SO2-Emissionen in t/a
*Pkw & leichte Nfz und weitere Konzernbereiche.

Direkte NOx- und SO2-Emissionen*

in g/Fzg.

Grafik: Direkte NOx- und SO2-Emissionen in g/Fzg. (Pkw & leichte Nfz)
*Pkw & leichte Nfz.

Im Zeitraum 2010 bis 2016 ist ein deutlicher Rückgang der absoluten NOx-Werte, sowie auch der NOx-Emissionen pro Fahrzeug in der Kategorie Pkw und leichte Nutzfahrzeuge zu verzeichnen.

Der starke Rückgang der direkten SO2-Emissionen seit dem Jahr 2010 resultiert aus Änderungen der Besitzverhältnisse an einer Energieerzeugungsanlage und dem Ersatz von Kohle als Brennstoff.

Partikelemissionen*

in t/a

Grafik: Partikelemissionen in t/a
*Pkw & leichte Nfz Europa (Gesamtstaub).

Partikelemissionen*

in g/Fzg.

Grafik: Partikelemissionen in g/Fzg.
*Pkw & leichte Nfz Europa (Gesamtstaub).

Die Entwicklung der Staubemissionen in der Kategorie Pkw und leichte Nutzfahrzeuge an den europäischen Produktionsstandorten des Konzerns steht u. a. im Zusammenhang mit der Produktionssteigerung.

Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB)1, 2

in t/a

Grafik: Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB) in t/a
1Pkw & leichte Nfz und weitere Konzernbereiche.
2Weitere Konzernbereiche sind aufgrund des geringen Anteils in der Grafik nicht hervorgehoben.

Chemischer Sauerstoffbedarf
(CSB)*

in g/Fzg.

Grafik: Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB) in g/Fzg.
*Pkw & leichte Nfz.

Ähnlich wie die Kennzahlenverläufe des Frischwasserverbrauches und des Abwasseraufkommens entwickelt sich der absolute Abwasserparameter „Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB)". Dieser Parameter ist ein Indikator für den Verschmutzungsgrad von Abwässern.

Umweltschutzkosten*

in Mio. €/a

Grafik: Umweltschutzkosten in Mio. €/a
*Deutsche Standorte Volkswagen AG.

Umweltschutzkosten*

in €/Fzg.

Grafik: Umweltschutzkosten in €/Fzg.
*Deutsche Standorte Volkswagen AG.

Die Umweltschutzkosten werden für die deutschen Standorte der Volkswagen AG berichtet.

Bei den Ausgaben für Umweltschutzmaßnahmen wird unterschieden in Investitionen und Betriebskosten für den fertigungsbezogenen Umweltschutz. Von den Gesamtinvestitionen werden die Positionen zu den Umweltschutzinvestitionen gerechnet, die mit der alleinigen oder überwiegenden Zielsetzung des Umweltschutzes getätigt werden. Es wird zwischen additiven und integrierten Investitionen unterschieden. Additive Umweltschutzmaßnahmen sind separate, vom übrigen Produktionsprozess getrennte Anlagen. Sie können dem Fertigungsprozess vor- oder nachgelagert sein. Im Gegensatz zu den additiven Umweltschutzmaßnahmen vermindern die integrierten Maßnahmen bereits während der Entstehungsphase des Produkts die Umweltbelastung.

Die ausgewiesenen Betriebskosten betreffen ausschließlich produktionsbezogene Umweltschutzmaßnahmen, die die Umwelt vor schädigenden Einflüssen schützen, indem sie Emissionen des Unternehmens vermeiden, verringern oder beseitigen. Dazu zählen beispielsweise Ausgaben für den Betrieb von Anlagen, die dem Schutz der Umwelt dienen sowie Ausgaben für nicht anlagenbezogene Maßnahmen.

Standorte nahe Naturschutzgebieten

Standort Abstand (km) Fläche* (ha)
Braunschweig (D): Oker 0,8 53
Poznań, Logistik (PL): Dolina Cybiny 2,7 30
Chemnitz (D): Zwönitz 2,5 21,3
Poznań, Gießerei (PL): Fortyfikacje-w-Poznańiu 6,7 40
Dresden (D): Mühlberg 1 8,3
Poznań, Produktion (PL): Dolina Cybiny 0,6 40
Ehra-Lessien (D): Vogelmoor 3,9  
Mlada Boleslav, Produktion (CZ): Radouci 1,2 212
Emden (D) 0,9 400
Vrachlabi, Produktion (CZ): Krkonose 1,1 23
Hannover (D): Leine 0,75 118
Kvasiny, Produktion (CZ): Uh inov-Benàtky 5 42
Ingolstadt (D): Standort Übungsplatz 3,8 200
Martin, Komponente (SK): Malá Fatra < 5 12,4
Kassel (D): Fuldatal 1,6 280
Bratislava, Produktion (SK): Moravy < 2 178
Leipzig (D): Tannenwald, Strohgäu 0 20
Palmela, Produktion (POR): Arrabida 3,5 24,5
Neckarsulm (D): Jagst, Kocher 0,1 95
Barcelona, Produktion (ES): Llobregat 3,6 39,3
Osnabrück (D): Mausohr, Belm 5,45 36,1
Martorell, FE, Produktion (ES): Llobregat 0,85 800
Salzgitter (D): Heerter See 7,5 280
Pamplona, Produktion (ES): Pena de Etxauri 15 163
Stuttgart (D): Max-Eyth-See 0,75 28,8
Prat, Komponente (ES): Llobregat 0,7 15,5
Weissach (D): Enztal, Stuttgarter Bucht 0,05 84,9
Brüssel, Produktion (B): Verrewinkel-Kinsendael 3 44
Wolfsburg (D): Barnbruch 0,2 800
Györ, Komponente (HU): Göny i homokvidék < 1 30
Zwickau (D): Zwickauer Muldetal 0,1 180
Crewe (UK): West Midlands Moor 5,7  
Polkovice, Komponente (PL): Jelonek 7,9  
Polkovice, Sitech (PL): Jelonek 3,2  
 
*Fläche = Fläche des Produktionsstandorts.